RIELASINGEN-WORBLINGEN - Akropolis
Wenn Du mit Deinem Stammtisch am Freitag Abend griechisch essen gehen möchtest, aber die beiden Lieblings-Griechen entweder im (wohlverdienten) Urlaub sind oder aber keinen Tisch mehr für sechs Personen zur Verfügung haben, dann hat man ein kleines Problem. Zum Glück konnte mich aber daran erinnern, dass in Rielasingen-Worblingen mit dem Restaurant „Akropolis vor kurzem ein neuer Grieche geöffnet hat (das Restaurant ist vielleicht unter dem früheren Namen „Rössle“ bekannt). Vorschlag gemacht – Vorschlag angenommen – Tisch bestellt! Jetzt kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen. Weitaus falsch gedacht…
Was jetzt kommt, könnte aus einem zweitklassigen Drehbuch der Filmschmiede Babelsberg stammen (für Hollywood fast zu kitschig): ich hatte in unserer WhatsApp-Gruppe den Vorschlag gemacht, wenn denn die Tage wieder länger werden (besonders NACH der Zeitumstellung Ende März), statt essen zu gehen auch mal bei mir zuhause im Garten zu grillen. Leider wurde dieser Vorschlag vom Rest des Stammtischs total missverstanden. Als Doris und ich im „Akropolis“ nach einer Viertelstunde immer noch die einzigen Gäste am Tisch waren, was ja beim Rest eher ungewöhnlich ist, sind sie doch des öfteren fünf Minuten vor der Zeit da, zückte Doris mal ihr Handy, um nachzufragen wo sie denn blieben… Tatsächlich waren sie bei mir mit Kind und Kegel, besser gesagt: mit Fleisch und Salat angerückt, in der irrigen Meinung, der Abend finde heute bei mir statt…
Nachdem das Missverständnis, das eigentlich keines war, aufgeklärt und der Rest des Stammtischs nun mit reichlich Verspätung endlich im „Akropolis“ eingetroffen war, konnte der Abend starten. Nach der Begrüßung hörte ich plötzlich eine altbekannte Stimme hinter mir, die ich seit Jahren nicht mehr gehört hatte. Der neue Besitzer des „Akropolis“ entpuppte sich als Jannis, der seinerzeit das „Delphi“ in Hüfingen betrieben hatte und der sich auf seine alten Tage nochmal als Gastwirt betätigen wollte. Auch der Kellner, der uns bediente, war uns kein Unbekannter, war er doch früher als Servicekraft im „Lamm“ in Engen tätig. Wie klein doch die griechische Küche sein kann…!
Der Rest des Abends kann dann aus kulinarischer Sicht schnell erzählt werden: ich hatte als Vorspeise gegrillte Peperoni und als Hauptgericht die Fischplatte. Alles solide Küche – nichts, dass einem jetzt vom Sockel hauen müsste, aber auch kein Ausreisser nach unten. Auch den anderen vom Stammtisch scheint es geschmeckt zu haben...