Gyroslovers

Doris & Markus gehen griechisch essen



GAILINGEN - Delphi

„Schau‘ mal, da hat mir ein griechisches Restaurant eine Freundschaftsanfrage auf Facebook gestellt!“ Das waren meine ersten Worte zu Doris bezüglich dem neueröffneten Restaurant „Delphi“ in Gailingen am Hochrhein. Sollte es tatsächlich schon so sein, dass meine zahlreichen Besuche bei den Griechen in Deutschland die Inhaber zu solch drastischen Maßnahmen hinreißen ließ? Ich ließ diese Frage offen und meinte nur zu Doris, dass, wenn man schon eine Freundschaftsanfrage erhält, diese erstens natürlich annimmt und zweitens dann auch dem neuen „Freund“ einen Besuch abstattet. So fuhren wir denn gen Hochrhein mit der uns typischen Vorfreude auf ein kulinarisches Feuerwerk. Obwohl ich mir die Strecke vorsichtshalber schon mal in Google Maps angeschaut und eingeprägt hatte, ist das „Delphi“ trotzdem gut zu finden, weil das Hinweisschild von der Hauptstraße gut eingesehen werden kann. Wir wurden von einer jungen Dame sehr herzlich begrüßt, wobei in mir schon das Gefühl aufkam, dass ich dieses Mädchen doch von irgendwo her kenne. Nachdem wir unseren Tisch zugewiesen bekamen, kam auch schon der Inhaber des „Delphi“ mit den Speisekarten und es fiel mir wie Schuppen aus den Augen: Der Inhaber und gleichzeitig auch der Freundschaftsanfragensteller war ein guter Bekannter aus alten griechischen Zeiten in Hüfingen (das war noch der Vorvorgänger von Christos)! Er war seinerzeit der Chef-Kellner dort, und die junge Dame ist seine Tochter. Wie klein doch die Welt sein kann, zumindest die griechisch-kulinarische… Nachdem Doris und ich die Speisekarte studiert hatten, bestellten wir uns Tzatziki und gegrillte Peperoni als Vorspeise und dann Bifteki für Doris und Gyros mit Kalamares für mich. Wir waren begeistert! Das Tzatziki war lecker-cremig mit dem gewissen Hauch Knoblauch, die gegrillten Peperoni nicht zu scharf und in einer delikaten Knoblauch-Sauce, das Bifteki saftig und nicht zu tomaten-lastig, die Kalamares kein bisschen zäh und sehr ansprechend paniert und das Gyros in seiner Zartheit und seinem Geschmack wohl eines der besten, das ich je gegessen habe. Die drei Ouzo zwischendurch und der alte Metaxa zum Schluss rundeten diesen erfolgreichen Besuch ab. Wenn das „Delphi“ von der Entfernung nur ein wenig näher wäre, dann würden wir hier wohl noch des öfteren essen. Auf jeden Fall scheint es bei den Schweizer Besuchern hoch im Kurs zu stehen (auf dem Parkplatz haben acht von zehn Autos ein „CH“) und auch Doris und ich empfehlen: wenn man sich in der Nähe aufhält, unbedingt mal einen Besuch abstatten, es lohnt sich!