Gyroslovers

Doris & Markus gehen griechisch essen



AICHHALDEN - Taverna Korfu Adler

Seit langem führte mich der Heimweg von Bonn mal wieder ab der Ausfahrt A5-Rastatt entlang der Murg quer durch den schönen Schwarzwald. Aufgrund der erhöhten Verkehrsbelastung wegen des bevorstehenden Feiertags (Christi Himmelfahrt – Vatertag) eine nachvollziehbare Entscheidung, möchte man doch nicht bei Pforzheim zwei Stunden im Baustellenstau stehen. Da ja zwischen Peterzell und Fluorn-Winzeln die Fahrbahn erneuert wird (unter uns: das war nach Jahren der intensiven Nutzung auch bitter nötig), erlaubte ich mir einen kleinen Umweg über Aichhalden. Natürlich machte ich mich im Vorfeld schon schlau, wo ich denn zum hellenischen Abendessen einkehren könnte. Meine Wahl fiel dieses Mal auf die dort ansässige „Taverna Korfu Adler“, direkt an der Aichhaldener Hauptstraße gelegen. Wie der Name vermuten lässt, war das Restaurant früher mal in deutscher Hand, aber den Rezensionen auf Google nach zu schließen, schien dieser Wechsel vor über vier Jahren nicht zum Nachteil der Gäste gereicht zu haben. Voller Erwartung betrat ich das Lokal; mich empfing ein Ambiente aus urigem teutonischem Charme gepaart mit griechischem Lokalkolorit – sprich: viel altes Holz an Wänden und Decke und zwischendrin die typischen griechischen Dekorationsartikel. Ich wurde freundlich begrüßt und gebeten, an einem der Tische Platz zu nehmen. Die „Taverna Korfu Adler“ war zu dieser Uhrzeit, ausser einem Gast an der Theke, völlig leer, so dass ich mir einen gemütlichen Platz am Fenster aussuchen konnte. Aus der umgehend gereichten Speisekarte, die sich leider nicht als sehr üppig präsentierte, suchte ich mir einen gemischten Grillteller, bestehend aus Gyros und gegrillter Rinderleber mit Tatziki, Reis und Pommes aus. Der als Vorspeise gereichte Beilagensalat war frisch, knackig und mit einer unauffälligen Salatsauce und Croutons versehen. Also kein Grund zum Meckern, nur die Geräuschkulisse aus dem Handy des oben erwähnten Gastes war aufgrund Stadionlautstärke ein wenig lästig, aber Gott sei Dank kam kurz darauf ein weiterer Gast, so dass das Handy auf stumm geschaltet wurde.
Kurz darauf wurde dann auch mein Grillteller serviert. Das Gyros war so, wie ich es mag: gut gewürzt, aber nicht zu scharf und nicht zu kross gebraten. Leider konnte da die Leber nicht ganz mithalten: das Fleisch schmeckte doch ein wenig fade, den üblichen und typischen Lebergeschmack vermisste ich gleich ganz. Die Sättigungsbeilagen (Pommes und Reis) waren von ordentlicher Qualität und Menge. Alles in allem: die „Taverna Korfu Adler“ bietet solide griechische Kochkunst, aber verglichen mit anderen griechischen Restaurants würde ich sie im Mittelfeld ansiedeln. Zumindest gab es noch als Abschluss ein Gläschen Likör aufs Haus. Also eher ein „Kann“ als ein „Muss“…